Raumhohe Regalwände im Wohnzimmer richtig planen
Raumhohe Regalwände wirken im Wohnzimmer imposant, verlangen aber eine sorgfältige Planung. Bevor Sie Regalserien bestellen, sollten Sie die Tragfähigkeit der Wand prüfen. Leichtbauwände aus Gipskarton tragen schwere Bücherreihen nur mit geeigneten Dübeln und einer Lastverteilung über mehrere Ständer. Massivwände aus Beton oder Ziegel bieten mehr Reserven, doch auch hier entscheidet die Befestigungsart über die Sicherheit. Ein Statiker kann die zulässige Flächenlast pro Quadratmeter einschätzen und gibt Auskunft darüber, ob eine Verankerung in der Decke oder im Boden nötig ist.
Die Befestigung selbst ist der kritische Punkt. Für schwere Regale eignen sich Verbundanker oder Schwerlastdübel, die im Mauerwerk verankert werden. Bei einer raumhohen Bibliothekswand aus Regalserien, wie sie auf Hausimo im Überblick über den Wandel im Bereich der Relax-Möbel beschrieben wird, kommt es zusätzlich auf die Verbindung der einzelnen Segmente an. Stoßen mehrere Korpusse aneinander, müssen sie miteinander verschraubt werden, damit die Wand nicht kippt. Eine Rückwand aus dünnem Holz reicht als Aussteifung nicht aus. Setzen Sie auf Metallwinkel oder Traversen, die horizontal über die gesamte Breite laufen.
Die richtige Wandhöhe ergibt sich aus der Raumhöhe abzüglich eines Luftspalts von zwei bis drei Zentimetern. Dieser Spalt gleicht Unebenheiten der Decke aus und verhindert, dass das Regal bei Setzungsbewegungen des Gebäudes Schaden nimmt. Messen Sie die Raumhöhe an mehreren Stellen, denn Decken sind selten exakt waagerecht. Planen Sie außerdem die Tiefe: 30 bis 35 Zentimeter reichen für Bücher, für Ordner sollten es 40 Zentimeter sein. Wer eine Leiter benötigt, um die oberen Fächer zu erreichen, sollte den Platz davor freihalten.
Ein letzter Punkt betrifft die Optik und die Nutzung. Raumhohe Regale strukturieren den Raum, können ihn aber auch erdrückend wirken lassen. Helle Fronten und offene Fächer lockern die Wand auf. Überlegen Sie vor dem Aufbau, welche Fächer häufig genutzt werden und welche nur der Dekoration dienen. So vermeiden Sie, dass die Wand nach dem Einräumen unübersichtlich wird.